Freunde historischer Fahrzeuge e.V. Immensen

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FhF Immensen - Restauration eines Deutz F1L 514 / 50

von Jan Kramer
"Vergessenes"


Vorgeschichte

Eines Tages ging ich über eine in Immensen  bekannte Hofstelle und erblickte unter einer
kleinen Eiche einen Haufen mit allerlei Unrat aus dem mich ein Schlepperrad  anstarrte.
Wie es der Zufall wollte, begegnete ich dem Eigentümer und hakte sofort nach.
Auf meine Frage, wem dieses Rad gehöre erwiederte er kurz und tocken:
„Mann, wieso Rad, das'n ganzer Schläbbaaa !!“ An dem Blick meines Gegenübers
erkannte ich meine eigene Verwirrtheit, da für mich das Rad ein eindeutiges Ackerprofil
aufwies, aber mir nur bis zur Messladde ging.
Es stellte sich heraus, es war ein Hinterrad eines „Knubbel- Deutzes“ und da war‘s passiert.
Zwei Wochen später war‘s meiner. Ich grub ihn aus dem Sperrrmüll, entdeckte aber zunächst
nur die Hälfte. Haube ,Sitz ,Kotflügel und und und… fehlte, alle elektrischen Leitungen
Waren abgekniffen, Dieselleitungen fehlten, alles Stand voll Wasser und Eichenlaub, und
da wo ursprünglich der Tank saß wuchs eine kleine „Eiche“………
Den Rest der Teile fand ich auf dem Boden der Scheune, welche sich, vorsichtig ausgedrückt,
einem grausigen Versuch einer Restauration unterzogen hatten.

„So, und denn ging dat ma los!“
Den gaanzen Kladderdatsch ab in meine Gorasche und täglich nach dem Abendbroud
zu meene Fruu Kaddi: „ Duhu ich geh‘ ma kurz inne Gar……..“
Kaddi‘s  Antwort : „Wasch dir zum Frühstück die Hände.......!“    Hmmmm
Vielen Dank für dein Verständnis.

Leider bin ich noch auf der Suche nach den ersten Fotos die ich an der Fundstelle gemacht
habe. Sollten sie auftauchen, werden sie noch nachgeliefert.


Bremsen sind neu belegt, Radnaben sind sauber, neu gefettet, Lager eingestellt, Achstrichter neu abgedichtet und einiges hat schon n‘ bischen Lack……   leggär!!!!


„Extra Vergine“ (bedeutet „jungfräulich“ und steht immer auf Olivenölflaschen)



Er läääuft!!!!!! Und ist halb fertig.

Dööö Dööödöööö DiiiDödödödödödö

:((((((((((((((((

Er läuft nur 200 m und geht aus. Nach ein paar Minuten springt er wieder an und das Spiel
beginnt von vorne... Dieselanlage zigmal entlüftet, Vorglühanlage komplett kontolliert,
Einspritzanlage, Duese ausgebaut, kontrolliert und eingestellt, und und und...
Wat nu??????
Wenn man sich aber dann, nach einer Woche vergeblichen Tuen‘s, an seine Mopedzeit erinnert,
fällt einem so manches Problem wieder ein, und es kam die zündende Idee.

Ich Naffel hatte die Entlüftung des Tankdeckels dichtlackiert...

Ich Ochse, Blödmanns Gehilfe, Hirsel, Dumpfbacke riiiiesen Arschloch...

Ein kleiner Piekser mit der Nadel und er lief und lief, Kilometer um Kilometer der Sonne entgegen,
bis ich irgendwann merkte, das es dunkel wurde und ich ohne Kennzeichen geschweige Rückleuchten fuhr.

Ab jetzt war es nur noch Fleissarbeit

Und wie‘s der Zufall wollte, fand ich noch den passenden Anhänger dazu,
der sich selbstverständlich auch einer kleinen Schönheits-OP unterziehen
musste.

So, und so sieht er heute aus:

Mit freundlichen Schläbbaaa-Grüssen

Mütze  o. der Nichtstuer (alias Jan Kramer)